Cinderella – A Rock ’n’Roll Fairytale
Cinderella – A Rock ’n’Roll Fairytale

Cinderella – A Rock ’n’Roll Fairytale

so beschwingt geht die gute Fee in der Cinderella Version von 1950 aus dem Hause Disney an die Arbeit um ihr die Teilnahme an dem Ball des Prinzen zu ermöglichen. Diese, die Realverfilmung aus dem Jahr 2015 und „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ gehört zu den bekanntesten Adaptionen der Cinderella bzw. Aschenbrödel Geschichte in Marburg.
Seit dem 13. Juni 2015 gibt es nun aber auch eine vierte Version. Den an diesem Tag feierte „Cinderella - A Rock ’n’ Roll Fairytale“ auf dem Markplatz Premiere.
Die Bühnenfassung von Matthias Faltz und Alexander Leiffheidt verpasst dem Märchen eine ordentliche Dosis Musik.
So klingt es beispielsweise, wenn die Stiefmutter, mit ihren Töchtern, in die ‚Oberstadtwache‘ einzieht und dabei alles auf den Kopf stellt.
Neben viel guter Musik steckt in dem Stück auch eine ganze Menge Lokalbezug und Anspielungen an die Musikindustrie. So wird etwa aus dem großen Ball, das Casting-Event „Prinz sucht Frau“. Traditionell hingegen müssen die Füße der Stieftöchter leiden, damit sie irgendwie in den Schuh passen, z.B. durch die Bearbeitung mit Bolzenschneider oder auch einer Kettensäge. Natürlich geht es, wie im Märchen gut aus und so wird aus dem Glücklich bis ans Ende, eine große Abschlussnummer mit dem Lied „Uptown Funk“.
Die Live-Band leistet ebenso ihren Beitrag für das hervorragende Stück, wie auch die stimmliche Leistung der Besetzung. Beispielsweise beweist Ogün Derendeli, nach seinem mitwirken bei den „Blues Brother“, das er auch als King of Rock ‚n‘ Roll überzeugen kann.
Auch für das Auge gibt es einiges zu sehen. Ob die Beleuchtung der Rathausfenster passend zu den jeweiligen Songs oder die hervorragenden Kostüme der Schauspielerinnen und Schauspieler, sowie die grandiose Perücke der guten Fee, sorgen beide dafür, dass das Stück richtig rund und vor allem richtig viel rockability verliehen bekommt.
Alles in allem ein sehr gelungener Start in den Marburger Theatersommer. Wer genau hinhört findet in dem Stück sogar ein Zitat aus den Känguru Chroniken entdecken. Ein Märchen was begeistert und zum träumen einlädt. Schließlich singt die gute Fee auch „The Rivers of Dreams“ von Billy Joel.

Auf Grund der GEMA sind die im Text genannten Lieder leider nicht in dem hier bereit gestellten Beitrag enthalten.


Wer von der Musik nicht genug bekommen kann findet auf Spotify die passende Playlist:

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