Das Xis wird nicht gehört (UA)
Das Xis wird nicht gehört (UA)

Das Xis wird nicht gehört (UA)

Foto: Jan Bosch, HLTM

Was kommt wohl dabei rum, wenn man 2 Männer und einen Haufen Gegenstände, die Geräusche machen können in ein Theaterstück bringt?

Entweder kommt etwas sehr witziges, vielleicht sogar zu witzig oder etwas völlig schlimmes dabei raus, was sich dann experimentelle Kunst nennt.

Bei dem Theaterstück Das Xis wird nicht gehört handelt es sich zum Glück um ersteres, den es handelt sich auch um ein Stück das für Menschen ab 3 Jahren gedacht ist. Obwohl es für eine so junge Zielgruppe konzipiert ist driftet es aber dankenswerter Weise auch nicht in clowneske ab, sondern findet einen gesunden Mittelweg, das auch ältere Menschen gefallen an diesem Stück finden können.

Das Stück

Mit gerade einmal 30 Minuten Spielzeit ist das Stück nicht nur zeitliche für eine junge Zielgruppe gedacht, sondern es ist auch so aufgebaut, das es in Klassenzimmern und Kindergärten gespielt werden kann. Dem Träger auch die Ausstattung von Eva Lillian Wagner Rechnung, den so muss das Stück auch transportierbar bleiben.

Doch was erwartet die Gruppe, die sich dieses Stück ins Haus holt?

Robert Maximilian Rausch und Christian Simon nehmen die Gruppe mit auch eine wunderbare Klangsafari in der es viele Töne zu entdecken gibt und noch mehr Harmonien die sich durch das Zusammenspiel der Töne ergeben. Doch nicht nur die Töne harmonieren auf der Bühne hervorragend auch die beiden Schauspieler tun ihr übriges um das Publikum zu begeistern. Gerade bei einem Stück für junge Menschen sieht man sehr schnell ob etwas gut ankommt oder nicht, da Kinder sehr direkt und sehr offen Feedback geben wie ihnen das Stück gerade gefällt.

Eine große Handlung hat das Stück nicht, wozu auch. Das erzeugen von Tönen und Spiel damit tragen das Stück von ganz alleine, selbst als am Ende ein Unwetter auszieht und alle unter ein Dach schlüpfen.

Am Anfang allerdings treten die beiden jeweils einzeln auf und scheinen nichts vom anderen zu wissen. Dadurch entsteht eine Situationskomik die an alte Pink Panther Zeichentrickfilme erinnert, in denen Paulchen Panther gegen ein Männchen mit großer Nase arbeitet.

Gemacht werden die Töne neben klassischen Instrumenten wie Klingel, Flöte oder Becken, auch mit ungewöhnlicheren, wie einer Luftpumpe oder einer Kuh-Dose.

Aufgehängt sind sind die Instrumente an einem Stahlpavillon der sich verschieben und umbauen lässt und so einen Unterschlupf vor dem Unwetter bieten kann.

Doch die Kernfrage Was ist eigentlich ein Xis? bleibt in dem Stück unbeantwortet und muss sich von den Theatergänger:innen selbst beantwortet werden.

Ich glaube das Xis ist kein konkreter Ton oder ein Harmonie, sondern ein Gefühl der freute wenn Töne entstehen und etwas schönes neues daraus entsteht.

Wer es lieber konkret mag, kann sich auch gerne einen der zugehörigen Aufkleber zum Stück schnappen und das was man meint ein Xis zu sein damit markiert. Den auf den Aufklebern steht in großen Buchstaben Krass, ein Xis und macht so deutlich was gemeint ist.

Das drumherum

Neben den Aufführungen im Mini-TASCH und bei Gastspielen, kann das Stück auch bei der Theaterpädagogik Lotta Janßen und Max Linzner für Schulen und Kindergärten gebucht werden.

Premiere feierte Das Xis wird nicht gehört /UA in der Spielzeit 2020/21 am 18. September 2021.

Das Xis wird nicht gehört /UA

Regie: Dominique Enz

Bühne & Kostüme: Eva Lillian Wagner

Musikalische Beratung: Christian Keul

Dramaturgie: Lotta Seifert

Theaterpädagogik: Lotta Janßen, Max Linzner

Regieassistenz & Kopfhörerdesign: Marina Rengel Lucena

Schauspielende: Robert Maximilian Rausch, Christian Simon

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