Verleihung des 21. Marburger Kamerapreises an Claire Mathon
Verleihung des 21. Marburger Kamerapreises an Claire Mathon

Verleihung des 21. Marburger Kamerapreises an Claire Mathon

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss überreichten Claire Mathon den 21. Marburger Kamerapreis.
Foto: Georg Kronenberg

(PM)

Die Preisträgerin des Marburger Kamerapreises 2022 ist Claire Mathon. Die in Frankreich geborene Kamerafrau nahm den mit 5.000 € dotierten Preis am Samstag, den 7. Mai 2022, von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und dem Präsidenten der Philipps-Universität, Prof. Dr. Thomas Nauss, im Cineplex Marburg entgegen.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hieß Claire Mathon in der Kamerapreisfamilie willkommen und nahm Bezug auf ihr Zitat:

„Ich drehe Filme um Neues zu entdecken, um zu Kontinenten vorzustoßen, die ich noch nicht kenne“

und stellte fest,

„dass Sie dies tun ist ein großes Glück für uns, denn so konnten wir in den letzten Tagen den ein oder anderen Kontinent durch Ihre Filme mitentdecken, Sie haben uns Bilder geschenkt, die unseren Horizont erweitern…“

Der Präsident der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Thomas Nauss, würdigte Claire Mathons „neugierige, sensible und dabei ganz unerschrockene Weise“, sich den von ihr portraitierten Figuren zu nähern und dabei „Bilder von großer gesellschaftlicher und politischer Relevanz entstehen zu lassen“. Er merkte an:

„Damit reiht sich Claire Mathon würdig in die Reihe der großen Kameramänner und -frauen ein, die hier in Marburg seit 2001 geehrt wurden.“

Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt der Regisseur Thierry de Peretti, mit dem Claire Mathon die Filme UNE VIE VIOLENTE (EIN GEFÄHRLICHES LEBEN, 2017) und ENQUÊTE SUR UN SCANDALE D’ETAT (UNDERCOVER, 2021) gedreht hat.

„Für ihre exzellentes und überaus eindrucksvolles Werk der letzten fünfzehn Jahre, aber auch als Ermutigung dafür, diesem von ihr so souverän beschrittenen Weg künftig ebenso entschlossen weiter zu folgen“.

Aus der Begründung der Jury

Claire Mathon machte im Jahr 1998 ihren Abschluss an der Pariser Filmhochschule École Nationale Supérieure Louis-Lumière und entwickelte früh einen eigenen Stil indem sie ihre eigenen Wege ging. Sie drehte Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme. Mit dem viel beachteten Film L’INCONNU DU LAC (Der Fremde am See, 2013) von Regisseur Alain Guiraudie wurde Mathon im Jahr 2013 zum ersten Mal für den französischen César nominiert.
Für die Filme ATLANTIQUE (2019) von Regisseurin Mati Diop und PORTRAIT DE LA JEUNE FILLE EN FEU (Porträt einer jungen Frau in Flamen, 2019) von Regisseurin Céline Sciamma, die 2019 beide für die Goldene Palme auf dem Internationalen Filmfestival von Cannes nominiert waren, gewann sie schließlich ihre ersten größeren Auszeichnungen, etwa den Preis der Los Angeles Film Critics Association und der National Society of Film Critics in den USA. Für „PORTRAIT“ gewann sie außerdem den französischen César und den Prix Lumières für die beste Kameraarbeit.
Im Jahr 2021 folgte der Best Cinematography Award auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián für ENQUÊTE SUR UN SCANDALE D’ETAT (UNDERCOVER) von Regisseur und Laudator Thierry de Peretti.
Ihr Film SPENCER (2021) von Regisseur Pablo Larraín mit Kristen Stewart in der Hauptrolle ist im Januar 2022 in den deutschen Kinos gestartet.
Die Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg vergaben den von Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Martin Jehle und dem Fachdienst Kultur geleiteten und organisierten Marburger Kamerapreis zum 21. Mal. Der Preis ist mit 5000,00€ dotiert, die Summe wird seit jeher gemeinsam von ARRI und der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gestellt.
Die Verleihung fand im Rahmen der 23. Bild-Kunst Kameragespräche statt, die am 5. Mai mit dem Film „Petite Maman“ eröffnet wurden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.marburger-kamerapreis.de

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